Für viele Menschen, die auf eine Dialyse angewiesen sind, kann das Reisen wie eine verschlossene Tür wirken. Ein Leben, das einst von Spontaneität, Bewegung und Möglichkeiten geprägt war, wird plötzlich von Terminen, Behandlungen und Unsicherheit bestimmt.
Aber was wäre, wenn diese Tür gar nicht verschlossen wäre, sondern sich nur anders öffnen ließe?
Für mich war Reisen nie nur ein Hobby, sondern ein Teil meines Lebens. Dank der Unterstützung von Diaverum und dem d.HOLIDAY-Programm wurde mir klar, dass ein Leben mit Dialyse nicht bedeutet, aufzuhören, sondern einfach nur, anders zu planen.
Eine andere Sichtweise
Bevor ich Anfang 2024 mit der Dialyse begann, war ich viel unterwegs: von Städtereisen in Europa bis hin zu Kreuzfahrten. Doch die Diagnose der chronischen Nierenerkrankung hat meine Sichtweise völlig verändert. Mein erster Gedanke war, dass das Leben, wie ich es kannte, vorbei sei. Kein Reisen mehr. Als die Dialyse begann, hatte ich das Gefühl, alles sei vorbei, als würde die Welt kleiner werden.
Doch ein kleiner Moment veränderte alles. In meinem Dialysezentrum fiel mir etwas Unerwartetes ins Auge: Broschüren, die Patienten zum Reisen ermutigten. Zunächst schien es mir nicht real. Doch indem ich Fragen stellte und Schritt für Schritt mehr erfuhr, verwandelte sich mein Zweifel langsam in Verständnis und schließlich in Zuversicht.
Vom ersten Schritt zu neuen Möglichkeiten
Die erste Reise führte mich in die nähere Umgebung. Ich war unsicher und zögerlich. Doch wie sich herausstellte, war die Behandlung genau wie in meinem gewohnten Dialysezentrum.
Diese Erfahrung schuf Vertrauen. Von da an lagen meine Reiseziele immer weiter weg. Jede Reise ließ die nächste noch machbarer erscheinen.
Die Dialyse gibt den Rhythmus vor, nicht die Grenzen
Heute plane ich meine Reisen rund um meine Behandlungstermine. Dank der morgendlichen Dialysesitzungen kann ich den Rest des Tages genießen, andere Menschen treffen, neue Orte erkunden und den Alltag erleben.
An manchen Tagen brauche ich mehr Ruhe, an anderen kann ich aktiver sein – und genau diese Balance wird Teil der Reise selbst.
Die Menschen hinter jeder Reise
Hinter jeder Reise steht ein Netzwerk aus Koordination und Betreuung. Diaverum verfügt über engagierte d.HOLIDAY-Koordinatoren in 25 Ländern, die Patienten bei jedem Schritt begleiten. Lokale Teams in den Zentren passen die Termine an, internationale Teams sorgen dafür, dass die Behandlung im Voraus gebucht wird, und alles läuft zusammen, um das Reisen zu ermöglichen.
Diese Menschen machen es möglich, das Leben weiterzuleben. Diese oft unsichtbare Unterstützung ist es, die die Idee des Reisens in die Realität umsetzt.
Mehr als nur Reisen – eine neue Lebenseinstellung
Das Reisen hat mir nicht nur wieder Bewegungsfreiheit ermöglicht, sondern auch meine Sichtweise verändert. Ich bin nun fokussierter, flexibler und weiß das, was wirklich zählt, mehr zu schätzen.
Man sollte sich Folgendes vor Augen halten: Die Dialyse nimmt etwa 7 Prozent einer Woche in Anspruch. Die restlichen 93 Prozent sind Leben.
Diese Sichtweise verändert alles. 93 Prozent sind immer noch Leben.
Heute plane ich bereits neue Reisen, darunter eine Traumreise nach Japan.
Meine Botschaft an andere, die mit Dialyse leben, ist einfach: Reisen Sie. Leben Sie. Warten Sie nicht. Mit der richtigen Unterstützung ist das möglich.
Denn die Dialyse nimmt einem nicht das Leben, sie gestaltet es neu. Und mit der richtigen Unterstützung kann das Leben weiterhin voller Bewegung, Entdeckungen und Freiheit sein.
Bei Diaverum setzen wir uns für den Schutz der Privatsphäre unserer Patienten und die Gewährleistung des Datenschutzes ein. Dies ist eine echte Patientengeschichte, doch die Identität wurden zum Schutz der Privatsphäre geschützt – mit derselben Sorgfalt, die wir auch bei unseren Behandlungen an den Tag legen.